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EUDI ON 2026 bringt europäische EUDI-Wallet-Community zusammen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung des nationalen EUDI-Wallet-Projekts standen aktuelle Entwicklungen im EUDI-Wallet-Ökosystem, erste Testerfahrungen sowie konkrete Anwendungsfälle aus Deutschland und Europa.
Rund 400 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kamen am 25. Juni auf der EUDI ON 2026 in Berlin und online zusammen. Sie nutzten die Veranstaltung, um sich zu vernetzen und über die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem europäischen Ökosystem für den sicheren und vertrauenswürdigen Einsatz digitaler Nachweise auszutauschen.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bei der Eröffnungsrede der Veranstaltung EUDI ON 2026 am 25. Juni in Berlin
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eröffnete die Veranstaltung EUDI ON 2026 mit den Worten: „Die EUDI-Wallet hat das Potenzial, der Beginn von etwas Großem zu sein.“ Dabei ordnete er die EUDI-Wallet aktuell als eines der wichtigsten Digitalprojekte Deutschlands und Europas ein. Die EUDI-Wallet ist eine Schlüsseltechnologie für ein besseres digitales Leben der Bürgerinnen und Bürger sowie ein wichtiger Baustein für die digitale Souveränität Europas.

V. l. n. r.: EUDI-Wallet-Projektleiter im BMDS Carsten Rosche, Parlamentarischer Staatssekretär im BMDS Thomas Jarzombek, Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, BSI-Präsidentin Claudia Plattner, SPRIND-Direktor Rafael Laguna de la Vera und EUDI-Wallet-Projektleiter der SPRIND Torsten Lodderstedt bei der EUDI ON 2026 am 25. Juni in Berlin
Auch Rafael Laguna de la Vera, Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), betonte im Rahmen der Eröffnung der EUDI ON 2026 die besondere Bedeutung des Vorhabens. Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) bildet die SPRIND gemeinsam mit weiteren Partnerorganisationen, wie beispielweise dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das interdisziplinäre Team des nationalen EUDI-Wallet-Projekts. Mit dem EUDI-Wallet-Ökosystem entsteht eine Infrastruktur, auf der künftig vielfältige digitale Anwendungen aufbauen können. Entscheidend dafür sind Vertrauen in die Technologie, die Infrastruktur sowie in die Akteurinnen und Akteure, die das EUDI-Wallet-Ökosystem gemeinsam entwickeln.
Anwendungsfälle und EUDI-Wallet-Ökosystem im Mittelpunkt

Veranstaltungsteilnehmende in Gesprächen am Informationsstand der EUDI ON 2026 am 25. Juni in Berlin
Ein Schwerpunkt der EUDI ON 2026 war das Zusammenspiel der Akteurinnen und Akteure, die das EUDI-Wallet-Ökosystem prägen. Denn die EUDI-Wallet entfaltet ihren Nutzen vor allem dann, wenn Verwaltungen, Unternehmen, Wallet-Anbieter, Aussteller digitaler Nachweise und vertrauende Parteien zusammenarbeiten.
Zwölf Aussteller präsentierten Anwendungsfälle aus unterschiedlichen Bereichen und zeigten, wie digitale Nachweise künftig sicher und vertrauenswürdig im Alltag genutzt werden können. Dabei konnte vor Ort getestet sowie gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutiert und weitergedacht werden.
Im Workshop zur Verwaltungsanbindung standen zudem zentrale Fragen im Fokus: Welche Anforderungen müssen erfüllt sein? Wo liegen Herausforderungen? Und welche bestehenden Anwendungen können den Weg in die Praxis weisen?
Großes Interesse galt auch der Sandbox des nationalen EUDI-Wallet-Projekts. In dieser Testumgebung erproben Unternehmen und Verwaltungen bereits heute, wie sich die EUDI-Wallet in ihre bestehenden Prozesse und digitalen Angebote integrieren lässt. Die EUDI ON 2026 bot bestehenden und potenziellen Sandbox-Partnerinnen und -Partnern die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, aktuelle Anwendungsfälle kennenzulernen und neue Kooperationen anzustoßen.
Gewinnerteams des ersten EUDI-Wallet-Hackathons gekürt

Reza Shokri, Gewinner in der Kategorie Developer Tools sowie des Community-Preises aus dem Team Augenmaß, eins von fünf Gewinnerteams des ersten EUDI-Wallet-Hackathons
Ein besonderes Highlight war die Präsentation der fünf Gewinnerteams des ersten EUDI-Wallet-Hackathons. Anfang Juni hatten internationale und interdisziplinäre Teams an neuen Anwendungen, Integrationen und technischen Lösungen für das EUDI-Wallet-Ökosystem gearbeitet.
Die Ergebnisse machten das Innovationspotential in der Community deutlich: Von neuen Konzepten bis hin zu funktionsfähigen Prototypen entstanden zahlreiche Ideen, die wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Ökosystems liefern.
Gemeinsam die Zukunft digitaler Souveränität in Europa gestalten

Staatssekretär im BMDS Markus Richter bei der Abschlussrede der Veranstaltung EUDI ON 2026 am 25. Juni in Berlin
Abschließende Worte für die EUDI ON 2026 fand Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.
Zwischen Dialog und Demos wurde an diesem Tag deutlich: Die EUDI-Wallet ist mehr als ein reines Digitalprojekt. Sie ist ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben für digitale Souveränität in Europa und geprägt von internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit.
Das nationale EUDI-Wallet-Projekt hat zum Ziel, eine staatlich getragene, nutzungsfreundliche und interoperable Infrastruktur für digitale Identitäten in Deutschland bereitzustellen, die den Anforderungen der novellierten eIDAS-Verordnung entspricht. Dabei bildet die staatliche EUDI-Wallet den Kern eines offenen Ökosystems, das künftig auch EUDI-Wallet-Lösungen nicht-staatlicher Anbieter umfassen soll.
Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit von Staat, Forschung und Wirtschaft sowie in Abstimmung mit der EU: Bis Anfang 2027 soll in jedem Mitgliedstaat mindestens eine EUDI-Wallet nach gemeinsamen Standards verfügbar sein. Deutschland plant die Bereitstellung der ersten Stufe der staatlichen EUDI-Wallet für Anfang 2027. Die staatliche EUDI-Wallet wird in einem iterativen Prozess entwickelt und schrittweise um weitere Funktionen und Nachweise ergänzt. Die App wird kostenlos und freiwillig nutzbar sein, während analoge Dienste weiterhin bestehen bleiben.
Weitere Informationen zur EUDI ON, dem ersten EUDI-Wallet-Hackathon und dem nationalen EUDI-Wallet-Projekt gibt es hier sowie unter eudi-wallet.gov.de und auf LinkedIn.