In Deutschland wird das Glasfasernetz überwiegend eigenwirtschaftlich ausgebaut, also durch Investitionen von Unternehmen. Der Ausbau stellt sowohl Unternehmen vor Herausforderungen als auch Kommunen, die ihr Gemeindegebiet vollständig versorgen wollen. Die Potenzialanalyse hilft beiden.

Potenzialanalyse zum Glasfaserausbau
Instrument und Indikator für den eigenwirtschaftlichen Netzausbau
Ziel und Nutzen
Die bundesweite Potenzialanalyse ist ein wichtiger Baustein der Gigabitstrategie für Deutschland. Sie hilft dabei, den Glasfaserausbau gezielter zu gestalten und zu beschleunigen.
Die Analyse ist ein Indikator, der übersichtlich die Potenziale für den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Glasfasernetze anzeigt – also wo ein Ausbau eigenwirtschaftlich möglich ist und wo es einer etwaigen staatlichen Förderung bedarf.
Kommunen und Unternehmen hilft sie, anhand fundierter Daten zu entscheiden, wo der Ausbau des Glasfasernetzes eigenwirtschaftlich oder mittels Förderung umgesetzt werden kann.
Potenziale im Überblick
Die Potenzialanalyse zeigt auf einer Deutschland-Karte die verschiedenen Ausbaupotenziale in einzelnen Regionen an.
Die Karte berücksichtigt Haushalte sowie Unternehmensstandorte und zeigt, welche davon voraussichtlich eigenwirtschaftlich versorgt werden können und welche nicht.
Von Landes- bis hinunter zur Gemeindeebene kann das jeweilige Ausbaupotenzial angezeigt werden. Dazu kommen weitere Kennzahlen wie Haushaltsanzahl, Glasfaserquote oder Versorgungsdaten sowie Angaben zu laufenden und fertiggestellten Förderprojekten.
Interaktive Übersicht
Hinweis: Die nachfolgende interaktive Karte ist für die Darstellung auf Desktop-Geräten optimiert.
Ergänzt wird die Potenzialanalyse um ein weiteres wichtiges Instrument, das Kommunen und Unternehmen hilft, den Glasfaserausbau schneller und gemeinsam zu realisieren: das Eigenwirtschaftliche Ausbauportal (EWA).
Das EWA ist eine digitale Plattform des Gigabitbüros des Bundes und hat das Ziel, Kommunen sowie Telekommunikations- und andere Ausbauunternehmen miteinander zu vernetzen. Das Gigabitbüro selbst bietet als unser Kompetenzzentrum ein umfangreiches Angebot, um kommunale Vertreterinnen und Vertreter beim Umgang mit den Ergebnissen der Potenzialanalyse zu unterstützen.
Darüber hinaus richtet sich das Gigabitbüro nicht nur an Unternehmen und Kommunen, sondern auch an Bürgerinnen und Bürger. Es berät zu allen Fragen rund um den Breitband- und Mobilfunkausbau. Zugleich finden Interessierte auf der Webseite weitere aktuelle Daten, Werkzeuge und Schulungsangebote.
Sie haben noch Fragen zur Potenzialanalyse? Hier finden Sie Antworten auf zentrale Fragen
Fragen zur Methodik
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Wie wurde die Potenzialanalyse erstellt?
Die Potenzialanalyse ist eine modellhafte Analyse. Sie ermittelt, welche Adressen von Privathaushalten, Gewerbestandorten und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland grundsätzlich eigenwirtschaftlich mit Glasfaseranschlüssen durch Netzbetreiber erschlossen werden können.
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Was ist die eigenwirtschaftliche Ausbauquote?
Die eigenwirtschaftliche Ausbauquote stellt den prozentualen Anteil der Haushalte und Gewerbestandorte dar, der mit den errechneten Netzausbaukosten und der festgelegten Investitionsobergrenze privatwirtschaftlich erschlossen werden kann. Sie basiert auf einer Grobnetzplanung „auf der grünen Wiese“, das bedeutet, sie stellt eine volkswirtschaftlich optimale Erschließung dar.
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Wie wird das Potenzial des eigenwirtschaftlichen Ausbaus berechnet?
Im Modell werden für jeden Anschluss innerhalb einer Gemeinde die durchschnittlichen Investitionskosten pro Anschluss eines Glasfaseranschlussnetzes berechnet. Um die Höhe der Investitionskosten zu bestimmen, wurden je nach geografischer Lage unterschiedliche Tiefbaukosten pro Meter angenommen.
Anschließend werden diese Investitionskosten mit einer am Markt abgefragten Investitionsobergrenze verglichen, zu der Telekommunikationsunternehmen Gebäude bzw. Haushalte und Gewerbestandorte theoretisch an ein Glasfasernetz anschließen würden.
Was ist die Investitionsobergrenze?
Die Investitionsobergrenze beschreibt die maximalen Durchschnittskosten pro Anschluss in einem Ausbaugebiet. Liegen die Durchschnittskosten über dieser Grenze, werden das eigenwirtschaftliche Ausbaugebiet und die darin liegenden Haushalte und Gewerbestandorte so weit reduziert, bis die Investitionsobergrenze eingehalten wird. Der verbleibende Anteil an Haushalten und Gewerbestandorten wird als eigenwirtschaftliches Ausbaupotenzial dargestellt.
Abschließend wird bei der konkreten Darstellung des eigenwirtschaftlichen Ausbaupotenzials eine Obergrenze von 98 Prozent festgelegt. Die Obergrenze spiegelt das Marktverhalten dahingehend wider, dass Netzbetreiber in der Regel nicht alle Anschlüsse in einer Gemeinde mit Glasfaser versorgen.
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Warum wurde die Potenzialanalyse im Januar 2025 neu berechnet?
Im Januar 2025 wurde die Potenzialanalyse neu berechnet, um aktuelle Entwicklungen im Glasfasermarkt besser berücksichtigen zu können. Ziel war es, eine realistischere Einschätzung zu den eigenwirtschaftlichen Ausbaupotenzialen zu bekommen.
Wie wurde dabei vorgegangen?
Im Vergleich zur ursprünglich veröffentlichten Potenzialanalyse wurden zunächst höhere Tiefbaukosten angenommen. Zusätzlich wurde die Investitionsobergrenze an die Gemeindeprägung gekoppelt. Unter Gemeindeprägung ist die räumlich-strukturelle Einordnung einer Gemeinde zu verstehen – also ob diese städtisch, halbstädtisch oder ländlich geprägt ist.
Je nach Einordnung einer Gemeinde wurden die Investitionsgrenzen festgelegt. So enthalten ländlich geprägte Gemeinden grundsätzlich höhere Investitionsobergrenzen als städtisch geprägte.
Welche Auswirkungen hat die Neuberechnung?
Diese Anpassungen haben dazu geführt, dass sich das eigenwirtschaftliche Ausbaupotenzial in einigen Gebieten verringert hat. Deutschlandweit sinkt die EWA-Quote infolgedessen von ursprünglich 91 Prozent auf 82 Prozent.
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Auf welcher Datengrundlage wurde die Analyse erstellt?
Um möglichst praxisnahe Daten zu erhalten, wurden mithilfe einer Umfrage nationale und regionale Netzbetreiber sowie Ausbau- und Planungsunternehmen zu Tiefbaukosten und Investitionsobergrenzen befragt. So konnten sowohl Daten von bundesweit als auch regional tätigen Unternehmen in die Analyse miteinbezogen werden. Aus dieser Umfrage wurden durchschnittliche Preise für unterschiedliche Gebietskategorien abgeleitet. Hierbei wurden eher konservativere Werte verwendet, zum Beispiel eher höhere Kosten im Tiefbau und eher niedrigere Investitionsobergrenzen.
Neben der Grobnetzplanung sind auch Daten zum tatsächlichen Ausbau in die Analyse eingeflossen. Zum einen wurden Ausbaudaten von Netzbetreibern verwendet um die Gültigkeit des Modells zu überprüfen. Zum anderen wurden Daten von bereits durchgeführten Projekten genutzt. Es wurde bewertet, wie teuer der Ausbau in der Praxis wirklich war und daraufhin die eigenen Berechnungsmodelle angepasst, um realistischere Annahmen treffen zu können.
Außerdem wurde anhand der Daten zum geförderten Ausbau ermittelt, ob es bereits Infrastrukturen gibt, die den weiteren Ausbau von FTTB/H-Anschlüssen aus wirtschaftlicher Sicht erleichtern können.
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Auf welcher Ebene wurde die Potenzialanalyse berechnet?
Grundlage der Potenzialanalyse sind Privathaushalte und Gewerbestandorte. Der Datensatz der Potenzialanalyse enthält insgesamt 44,9 Mio. Anschlüsse und rund 22,1 Mio. Gebäude. Für diesen Datensatz wurde eine Grobnetzplanung durchgeführt, um herauszufinden, wie viele Haushalte und Gewerbestandorte innerhalb eines vordefinierten Ausbaugebietes eigenwirtschaftlich angeschlossen werden können.
Die aktuelle Modellierung (Stand Januar 2025) wurde auf Ebene der Gemeinden durchgeführt. Das eigenwirtschaftliche Ausbaupotenzial wurde für jedes vordefinierte Ausbaugebiet individuell berechnet.
Außerdem werden mit der neuen Modellierung in Städten über 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern neben der Gemeindeebene auch Ausbaupotenziale auf kleineren Ebenen (Stadtteile, Bezirke etc.) ausgewiesen.
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Fließen bei der Modellierung auch Daten zur Nachfrage bzw. Einnahmeseite des Glasfaseranschlusses ein?
Nachfrage bzw. Erlöse pro Kundin oder Kunde werden nicht separat modelliert, da diese bereits indirekt in den Investitionskosten pro Adresse berücksichtigt sind.
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Wie genau sind die Ergebnisse der Potenzialanalyse?
Die Potenzialanalyse ersetzt keine detaillierte Netzplanung und stellt lediglich eine Durchschnittsbetrachtung der Kosten- und Investitionshöhen verschiedener Netzbetreiber dar.
Ebenso kann die Potenzialanalyse keine historischen oder strategischen Aspekte des Glasfaserausbaus abbilden. Sie dient zur Orientierung, um die vor Ort theoretisch mögliche Glasfasererschließung abschätzen zu können. Darauf basierend können dann Entscheidungen zum Umfang eines eigenwirtschaftlichen oder geförderten Ausbaus besser getroffen werden.
In der Realität können Unterschiede zum tatsächlichen Ausbau bestehen, da Netzbetreiber abhängig vom vorhandenen Netz, d.h. eines detaillierten Netzplans, und des Geschäftsmodells Entscheidungen zum Ausbau fällen. Für die Potenzialanalyse wurde der Glasfaserausbau in der Praxis unter dem volkswirtschaftlich „optimalen“ Ausbau angenommen.
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Wer hat die Potenzialanalyse beauftragt und wer hat sie durchgeführt?
Die im Jahr 2022 verabschiedete Gigabitstrategie des Bundes sieht die Erstellung einer Potenzialanalyse des eigenwirtschaftlichen Ausbaus von Glasfaseranschlüssen bis zu Gebäuden vor. Diese hat zum Ziel, mehr Transparenz darüber zu schaffen, über welches Potenzial Kommunen für einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau verfügen.
Das Ministerium hat 2022 die WIK-Consult beauftragt, diese Analyse durchzuführen. Die Konzeption des Modells sowie die in das Modell eingeflossenen Parameter wurden in enger Abstimmung mit ausbauenden (Telekommunikations-)Unternehmen sowie kommunalen Breitbandkoordinatoren, Landesministerien und Projektträgern der Landes- und der Bundesförderung entwickelt.
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Wo finde ich weitere Informationen zur Datengrundlage und Methodik der Potenzialanalyse?
Weitere Informationen zu den Input-Parameter und zur Methodik können Sie in der detaillieren Dokumentation zur Konzeption und Umsetzung der Potenzialanalyse zum eigenwirtschaftlichen FTTB/H-Ausbau nachlesen.
Fragen zur Interpretation
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Eine Gemeinde hat ein sehr hohes eigenwirtschaftliches Ausbaupotenzial. Es gibt aber bisher noch keinen privatwirtschaftlichen Ausbau. Wann wird dort ausgebaut?
Aufgrund begrenzter Ressourcen im Tiefbau ist ein flächendeckender Glasfaserausbau nicht in allen Kommunen parallel möglich. Wann und in welchem Umfang ein Gebiet mit eigenwirtschaftlichem Ausbaupotenzial ausgebaut wird, obliegt der Entscheidung der ausbauenden Unternehmen und kann nicht aus der Potenzialanalyse abgeleitet werden. Die Potenzialanalyse hilft jedoch den ausbauenden Unternehmen, zu erkennen, wo eigenwirtschaftlich Unternehmen und Haushalte versorgt werden können.
Der Glasfaserausbau in Deutschland ist noch in vollem Gange. Bisher sind ca. 36 % der ca. 41,3 Mio. Haushalte und ca. 41 % der rund 3,6 Mio. Unternehmen in Deutschland mit Glasfaser erschlossen (Stichtag des Breitbandatlas Stand 06.2024) . Die Gigabitstrategie der Bundesregierung sieht vor, dass bis 2030 alle Haushalte und Unternehmen über einen Glasfaseranschluss verfügen.
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Eine Gemeinde hat nur ein sehr niedriges eigenwirtschaftliches Ausbaupotenzial. Was bedeutet das?
Aufgrund der Siedlungsstruktur innerhalb dieser Gemeinde ist ein privatwirtschaftlicher Vollausbau nach der Methodik der Potenzialanalyse eher unwahrscheinlich. Da die Potenzialanalyse die detaillierte Netzplanung eines Netzbetreibers nicht ersetzen kann, kann es dennoch vorkommen, dass ein Netzbetreiber über das ausgewiesene Potenzial hinaus baut.
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Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Potenzial des eigenwirtschaftlichen Ausbaus und der Glasfaserquote?
Die eigenwirtschaftliche Ausbauquote gibt an, wie viele Anschlüsse in einer Kommune unter den Annahmen des Modells vom Markt bereitgestellt werden.
Die Glasfaserquote gibt die Anzahl der angeschlossenen Haushalte und Gewerbestandorte gemäß Breitbandatlas mit Stand 06.2024 an.
Wie stehen die beiden Werte im Verhältnis zueinander?
Die Differenz von Glasfaserquote und eigenwirtschaftlicher Ausbauquote zeigt an, wie attraktiv ein Ausbaugebiet aus Sicht des Marktes ist. Je größer die Differenz, desto attraktiver ist das Ausbaugebiet für Netzbetreiber und es ist mit einem (weiteren) FTTB/H-Ausbau rechnen. Je geringer die Differenz, desto weniger attraktiv ist das Ausbaugebiet; das Potenzial des Marktes ist nahezu erschöpft. Ist die Differenz gleich Null, ist mit einem (weiteren) eigenwirtschaftlichen Ausbau laut Modellbetrachtung nicht mehr zu rechnen.
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In meiner Gemeinde wird ein Potenzial von 80 Prozent und eine Glasfaserquote von 20 Prozent benannt. Heißt das, es werden nur noch 60 Prozent eigenwirtschaftlich erschlossen?
Ja, in der reinen Modellbetrachtung würde das der Fall sein. Jedoch stellt die Potenzialanalyse nur eine Durchschnittsbetrachtung dar und der tatsächliche eigenwirtschaftliche Ausbau vor Ort kann davon abweichen.
Netzbetreiber können abhängig vom vorhandenen Netz und dem eigenen Geschäftsmodell die noch nicht mit Glasfaser angebundenen Haushalte erschließen. Das muss in der Praxis nicht den 60 Prozent der verbleibenden Haushalten entsprechen. Die 60 Prozent Potenzial sind als Indikator zu verstehen, der besagt, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterer eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfinden wird.
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Kann es vorkommen, dass mehr eigenwirtschaftlich ausgebaut wird, als von der Potenzialanalyse errechnet?
Neben einer möglichen Überschätzung des eigenwirtschaftlichen Ausbaupotenzials (zum Beispiel aufgrund unbekannt hoher Tiefbaukosten oder Ausbaustrategien der Netzbetreiber) kann es auch zu einer Unterschätzung des Ausbaupotenzials für einzelne Gebiete kommen.
Das kann beispielsweise der modellhaften Begrenzung von Ausbaugebieten durch die Verwaltungsgebietsgrenzen geschuldet sein. In der Praxis könnte ein Netzbetreiber beispielsweise eine als unwirtschaftlich angenommene Randlage wirtschaftlich erschließen, da er bereits über ein angrenzendes Netz verfügt.
Fragen zur Förderung
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Hat ein niedriges eigenwirtschaftliches Ausbaupotenzial Einfluss auf die Beantragung von Fördermitteln für den Breitbandausbau?
Im Rahmen der Förderung werden neben dem Ausbaupotenzial zusätzliche Kriterien, wie der Anteil weißer Flecken oder die Einwohnerdichte herangezogen. Das Potenzial laut Analyse nutzen wir im Rahmen der Förderung, um zu beurteilen, ob der eigenwirtschaftliche Ausbau sich bereits realisiert und abgeschlossen ist, und damit Restgebiete verbleiben, deren Förderbedarf tatsächlich eingetreten ist.
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Meine Gemeinde hat ein niedriges Potenzial bzw. ist in meiner Gemeinde das Ausbaupotenzial bereits erreicht (Glasfaserquote = Potenzial). Sind damit alle Gebiete automatisch förderfähig?
Förderfähig sind alle Gebiete, die noch nicht gigabitfähig versorgt sind. Die Förderung beurteilt die Förderanträge anhand eines Kriterienkatalogs auf ihre Förderbedürftigkeit hin. Je größer der Anteil der weißen Flecken ist und je näher der eigenwirtschaftliche Ausbau dem Potenzial nach Potenzialanalyse kommt oder er es bereits überschritten hat – und damit kein Potenzial zur hundertprozentigen Versorgung mehr vorhanden ist –, desto höher ist die Förderbedürftigkeit und damit die Chance auf eine Förderung.
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Ersetzt die Potenzialanalyse ein Markterkundungsverfahren?
Nein. Das Markterkundungsverfahren ist EU-rechtlich vorgeschrieben und muss im Rahmen eines geförderten Ausbaus immer durchgeführt werden. Die Potenzialanalyse soll jedoch im Rahmen der vor einem Markterkundungsverfahren grundsätzlich stattfindenden Gespräche mit den Telekommunikationsunternehmen eine fundierte Gesprächsbasis liefern. Dadurch können die Möglichkeiten des eigenwirtschaftlichen Ausbaus umfassend ausgeschöpft und echte Förderbedarfe besser erkannt werden.