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Agentic AI Hub: Agentische KI für die Kommunen

Technologien von Startups für eine moderne Verwaltung

Der Agentic AI Hub ist der virtuelle, standortübergreifende ‚Maschinenraum‘ für Agentic AI: Hier werden bürokratische Probleme in technische Prototypen übersetzt, sicher pilotiert und es wird skaliert, was funktioniert. In zunächst 20 Pilotprojekten erproben 19 Kommunen und neun Startups derzeit, wie autonome KI-Systeme Prozesse beschleunigen, Anträge prüfen und Mitarbeitende entlasten können. Ziel ist es, skalierbare Lösungen zu entwickeln, die bundesweit als Blaupause für die digitale Staatsmodernisierung dienen.

Strategische Auswahl für maximale Wirkung

Das sind die Ziele unseres „Agentic AI Hub“: administrative Routinen durch autonome Systeme übernehmen zu lassen, die Anträge prüfen, Dokumente analysieren und Entscheidungsvorschläge vorbereiten.

Auswahl mit Unterstützung durch Expertenrat

In einem strukturierten Verfahren haben wir gemeinsam mit dem DigitalService Pilotprojekte ausgewählt. Ein Fachbeirat aus Wissenschaft und Wirtschaft – mit Expertinnen und Experten wie Dr. Uda Bastians (Deutscher Städtetag), Thomas Zeller (UnternehmerTUM) und Dr. Rasmus Rothe (Merantix) – unterstützte dabei beratend. Aus insgesamt ca. 400 Start-up- und knapp 200 Kommunal-Bewerbungen wurden die Projekte nach den Kriterien strategische Passfähigkeit, Repräsentativität und Skalierbarkeit ausgewählt.

Fünf Kategorien für die Anwendung

Um agentische KI gezielt in die Fläche zu bringen, erfolgt die Zusammenarbeit in fünf definierten Einsatzfeldern:

  • Bürgerinteraktion vereinfachen: Automatisierte Postverarbeitung und Kommunikation
  • Bürgernahe Prozesse: Digitale Unterstützung bei Sozialleistungen und Pflegeanträgen
  • Verwaltungsinterne Abläufe: Effiziente Dokumentation und Protokollierung
  • Digitale Tools: Intelligente Prozessmodellierung und Datenverbesserung
  • Infrastruktur: Aufbau souveräner Schichten für KI-Anwendungen

Pilotierung und Ausblick in die Praxis

Der Pilotprozess: In drei Monaten zur Lösung

Bis Ende Mai 2026  wollen wir einen rechtlichen, organisatorischen und technologischen Rahmen für den produktiven und skalierbaren Einsatz agentischer KI in der öffentlichen Verwaltung schaffen.

Vielfältige Piloten im Praxistest

Derzeit erproben neun Startups und 19 Kommunen KI-Lösungen in zentralen Bereichen wie Sozialleistungen, Bauwesen und Prozessmanagement.

Übersicht der Pilotprojekte

  • forml (Frankfurt, Düsseldorf)
    • Automatisiert die Vorprüfung von Wohnberechtigungsscheinen und validiert Dokumente medienbruchfrei zur Entlastung der Sachbearbeitung.
  • Celonis (Nürnberg, München)
    • Nutzt Process Mining, um Abläufe im Forderungsmanagement (Nürnberg) datenbasiert zu optimieren und Einbürgerungsverfahren (München) durch Prozessintelligenz zu beschleunigen.
  • Summ.ai (Rostock, Waiblingen, Nettetal, Metzingen, Schwerin, Elbe-Elster, Flensburg)
    • Modelliert Verwaltungsprozesse in Echtzeit nach BPMN 2.0-Standard via Sprachaufnahme, um Optimierungspotenziale ohne externe Beratung zu identifizieren.
  • Leistungslotse (Nettetal)
    • Ermöglicht die Ende-zu-Ende-Digitalisierung von Wohngeldanträgen und schafft die Basis für agentische Vollständigkeitsprüfungen.
  • Myosotis GmbH/formfix (Köln, Heinsberg, Berlin Steglitz-Zehlendorf, Berlin Marzahn-Hellersdorf)
    • Führt intuitiv durch den Antrag zur „Hilfe zur Pflege“, bereitet Daten verwaltungslogisch auf und verkürzt Bearbeitungszeiten. Partner: Diakonie Michaelshoven, Heinrichs Gruppe, Johanniter und Kursana.
  • deepset (Borken)
    • Implementiert eine technologie-agnostische KI-Orchestrierungsschicht (Haystack), um die Skalierbarkeit und digitale Souveränität von KI-Anwendungen zu sichern.
  • lector.ai (Neckar-Odenwald)
    • Automatisiert die Posteingangssortierung (E-Mail, beBPo) mittels Vision-LLMs und pilotiert einen DSGVO-Löschassistenten.
  • Tucan Systeme & Speechmind (Bielefeld)
    • Erproben die automatisierte, datenschutzkonforme Protokollierung interner und externer Sitzungen zur Entlastung von Fachkräften.

Häufige Fragen

Wie geht es weiter?

Die Pilotprojekte arbeiten in den kommenden drei Monaten an der konkreten Umsetzung innerhalb der Kommunen und werden dabei auf Wirksamkeit und Skalierbarkeit überprüft. Auch Bewerber, die bisher nicht für eine Pilotierung ausgewählt wurden, bleiben Teil des Hub-Konzepts: eine Community zum Austausch und zur Weiterentwicklung. Dafür wird es regelmäßige Events und Formate geben. Zudem stehen wir aktuell im Austausch zu einer zweiten Pilotierungs-Runde, da es eine hohe Anzahl geeigneter Projekte gab. Diese würden wir gerne in einem nächsten Schritt angehen.

Kontakt

Sie möchten mehr über den Projektstand erfahren oder Ihre fachliche Expertise einbringen? Wir freuen uns auf Austausch und die Zusammenarbeit:  

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