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Offizielle Website – Bundesrepublik Deutschland

Digitale Souveränität in der Wirtschaft

Sicher und selbstbestimmt wettbewerbsfähiger werden

Zentrales Ziel des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der Bundesregierung ist es, die digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken. Eine Querschnittsaufgabe, die in viele Bereiche der Digital- und Wirtschaftspolitik ausstrahlt.

Handlungsfähigkeit stärken und Abhängigkeiten reduzieren

Digitale Souveränität bedeutet, dass wir die Spielregeln der Zukunft technologisch und wirtschaftlich mitgestalten. Es geht nicht um Abschottung, sondern um eigene Stärke. Dadurch können wir unsere Handlungsfähigkeit stärken und kritische Abhängigkeiten reduzieren oder idealerweise ganz vermeiden. 

Hierfür brauchen wir vor allem Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen. Deshalb haben wir das Ziel, digitale Geschäftsmodelle in Deutschland und Europa zu fördern und besser zu skalieren. Wir wollen dazu beitragen, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine starke europäische Digitalwirtschaft geschaffen werden. Dabei bringen wir unser Streben nach digitaler Souveränität mit der traditionellen Offenheit Deutschlands in internationalen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen in Einklang.

Unsere Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Souveränität

  • Deutsche Organisation zur Unterstützung, Absicherung und Weiterentwicklung offener digitaler Basistechnologien.

  • Das EU-Konsortium für Digitale Gemeingüter (DC-EDIC) unterstützt die Entwicklung, Wartung, Unterhaltung und Skalierung von strategischen digitalen Gemeinschaftsgütern.

  • Gaia-X ist ein wesentliches Element für den Aufbau einer souveränen und interoperablen europäischen Dateninfrastruktur.

  • Am Gipfel zur europäischen Digitalen Souveränität nahmen über 1.000 Vertretende aller 27 EU-Mitgliedstaaten, der Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft teil. 

Sovereign Tech Agency

Die Sovereign Tech Agency unterstützt die Absicherung und Weiterentwicklung offener digitaler Basistechnologien. Diese werden u. a. von Wirtschaft und Wissenschaft breit eingesetzt und sind damit ein wichtiger Faktor für Innovationen. Auch nahezu alle modernen Wertschöpfungsketten bauen darauf auf. Open-Source-Projekte werden von einer weltweiten Entwickler-Community getragen.

Digital Commons EDIC

Ein EDIC (European Digital Infrastructure Consortium) ist eine internationale Organisation, die EU-Mitgliedstaaten dabei hilft, schneller und unbürokratischer Mehr-Länder-Programme und -projekte aufzubauen und umzusetzen. 

Das EU-Konsortium für Digitale Gemeingüter (DC-EDIC) gründete sich im Oktober 2025. Bisher sind Deutschland, Frankreich, Niederlande, Italien und Luxemburg als Vollmitglieder sowie Dänemark, Slowenien, Polen, Österreich und Ungarn als Beobachter beteiligt. Eine Beteiligung weiterer EU-Mitgliedstaaten wird angestrebt. 

Ziel des DC-EDIC ist es, die Entwicklung, Wartung und Unterhaltung sowie die Skalierung von strategischen digitalen Gemeinschaftsgütern (Digital Commons) als eine Säule der digitalen Souveränität Europas zu unterstützen. An dessen Umsetzung sind die Sovereign Tech Agency und das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) eng eingebunden.  

Gaia-X

Mit Gaia-X wird ein wesentliches Element für den Aufbau einer souveränen und interoperablen europäischen Dateninfrastruktur entwickelt. Kernziel von Gaia-X ist es, die europäische digitale Souveränitätund den Wettbewerb im Bereich Daten und Cloud zu stärken. 

Aktuell befindet sich Gaia-X in der praktischen Umsetzung und macht zahlreiche Fortschritte. Mit der Unterstützung der Bundesregierung haben sich viele erfolgreiche Projekte entwickelt, z. B. der europäische Datentreuhänder EuroDaT, OpenGPT-X mit dem Großen KI-Sprachmodell Teuken-7B, der Leuchtturmdatenraum der Luft- und Raumfahrtbranche COOPERANTS, und viele mehr. Diese bauen auf den Grundlagen von Gaia-X auf und tragen dazu bei, dass Gaia-X schnell skaliert und das Ökosystem wächst. 

Gaia-X richtet sich an Firmen – insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) – und Organisationen, die ihre Daten verfügbar machen wollen, um Mehrwerte zu schaffen und neue datengetriebene Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei handelt es sich nicht um eine Cloud, sondern um ein föderiertes System aus Daten, in welchem sich viele unterschiedliche Cloud-Dienstanbieter und Dateneigentümer auf Basis gemeinsamer Standards von Regeln und Kontrollmechanismen miteinander verbinden können. 

Das Projekt liegt in Hauptverantwortung der europäischen Dachorganisation Gaia-X European Association for Data and Cloud AISBL. Sie wird durch nationale Gaia-X Hubs unterstützt. Das sind nationale Anlaufstellen für alle gesellschaftlichen Akteure, die sich mit dem Austausch von Daten in offenen Ökosystemen befassen wollen. Der deutsche Gaia-X-Hub fördert die Entwicklung und Nutzung von Gaia-X in Deutschland, indem dieser Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt, um Erfahrungen auszutauschen, Erkenntnisse zu gewinnen und gemeinsam in die Praxis umzusetzen.

Gipfel zur europäischen Digitalen Souveränität

Der Summit on European Digital Sovereignty fand am 18. November 2025 in Berlin statt und brachte über 1.000 Vertretende aller 27 EU-Mitgliedstaaten, der Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen zur Stärkung europäischer technologischer Handlungsfähigkeit und zur Verringerung strategischer Abhängigkeiten. Dieser Gipfel bildete den Auftakt für einen strukturierten gemeinsamen europäischen Prozess, dessen Umsetzung im Kreis der 27 EU-Mitgliedstaaten erfolgen soll.

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