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Bund startet Sandbox für EUDI-Wallet

Wichtiger Meilenstein für die Einführung der staatlichen digitalen Brieftasche

Pressemitteilung 04/2026

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) treiben die Einführung der europäischen digitalen Identität in Deutschland weiter voran. Mit der Bereitstellung einer Testumgebung („Sandbox“) für die staatliche EUDI-Wallet wird eine wesentliche Voraussetzung für die Einführung der Wallet-App geschaffen.

Bundesminister Dr. Karsten Wildberger: 

„Mit der EUDI-Wallet macht Deutschland einen großen Sprung in die digitale Zukunft. Die digitale Brieftasche ermöglicht es allen Bürgerinnen und Bürgern, wichtige persönliche Dokumente sicher und jederzeit griffbereit auf dem eigenen Smartphone zu haben. Unsere Sandbox ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Wallet. Damit legen wir den Grundstein für eine sichere, datenschutzkonforme Nutzung in Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft.“ 

Erprobung zentraler Funktionen der staatlichen EUDI-Wallet 

Die Sandbox ermöglicht es Organisationen, zentrale Funktionen der staatlichen EUDI-Wallet frühzeitig zu testen und konkrete digitale Anwendungsfälle in der Praxis zu erproben. Unternehmen und Verwaltungen bereiten sich so optimal auf eine spätere produktive Integration und Nutzung vor. Damit wird die staatliche EUDI-Wallet von Beginn an mit Fokus auf relevante Anwendungsfälle im Alltag der Bürgerinnen und Bürger ausgestaltet.

Die Erprobung in der Sandbox ist Teil eines iterativen Entwicklungsprozesses für die staatliche EUDI-Wallet. Zu Beginn steht die digitale Identifikation auf Basis von Personenidentifizierungsdaten (Person Identification Data, PID) zur Verfügung, die die Grundlage einer vertrauenswürdigen digitalen Identität bilden. Im Anschluss werden Organisationen ihre Anwendungsfälle für elektronische Nachweise (Electronic Attestations of Attributes, EAA) testen können. Die Ergebnisse dieser Testreihen fließen in die Weiterentwicklung der jeweiligen Anwendungsfälle sowie in die technische Ausgestaltung der staatlichen EUDI-Wallet ein. Weitere Funktionen folgen im Anschluss.

Schrittweise Einführung der staatlichen EUDI-Wallet 

Die staatliche EUDI-Wallet wird in einem iterativen Prozess entwickelt und schrittweise um weitere Funktionen und Nachweise ergänzt. Anfang 2027 ist die Bereitstellung der ersten Stufe der staatlichen EUDI-Wallet für die Öffentlichkeit vorgesehen, welche die Nutzung des digitalen Personalausweises sowie weiterer hoheitlicher und privater digitaler Nachweise, wie z. B. dem Führerschein, auf dem Smartphone ermöglichen wird. 

Alternative Wallet-Anbieter werden zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit erhalten, ihre Lösungen als EUDI-Wallets in Deutschland zertifizieren und offiziell anerkennen zu lassen. Nach derzeitiger Planung soll diese Option rund zwölf Monate nach Einführung der staatlichen EUDI-Wallet bereitstehen. Damit schafft die Bundesregierung einen einheitlichen und sicheren Rahmen für ein Ökosystem für digitale Identitätslösungen in Deutschland, das sich in das Ökosystem auf EU-Ebene integriert. 

Die Sandbox wird diesen Prozess als dauerhafte Test- und Erprobungsumgebung für Organisationen begleiten und bildet einen zentralen Baustein des entstehenden EUDI-Wallet-Ökosystems, in dem Organisationen ihre Anwendungsfälle vor der öffentlichen Bereitstellung für Endnutzende validieren können. Weitere Informationen zur Sandbox, dem Zugang und Rahmenbedingungen finden Sie unter folgendem Link: https://bmi.usercontent.opencode.de/eudi-wallet/eidas2/ecosystem_knowledge_centre/

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