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G7-Digitalminister kommen in Paris zusammen
Im Fokus der Beratungen: Open-Source-KI und Online-Kinderschutz
Auf Einladung von G7-Vorsitzland Frankreich reiste Digitalminister Karsten Wildberger am 28. und 29. Mai 2026 zum G7-Digitalministertreffen nach Paris. Er traf dort seine Amtskolleginnen -und Amtskollegen aus den G7-Staaten sowie aus den geladenen Ländern Brasilien, Indien, Kenia, Südkorea und der Schweiz und führte einige bilaterale Gespräche.
Im Zentrum der Beratungen standen dieses Mal unter anderem die Förderung einer sicheren Künstliche Intelligenz (KI) und die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses zu offener KI, die Resilienz und Nachhaltigkeit von Recheninfrastruktur sowie der Online-Kinderschutz.
Einigung beim Kinder- und Jugendschutz im Netz
Ein zentraler Schwerpunkt der Gespräche war der von der französischen Präsidentschaft priorisierte Online-Kinderschutz („Principles for a Safe and Secure Digital Space for Minors“). Hier herrschte absolute Einigkeit, dass man in diesem Bereich entschlossen und gemeinsam handeln müsse. Über die Instrumente – von der Stärkung der elterlichen Kompetenzen bis hin zu „Safety by design“ – wurde ein intensiver, differenzierter Austausch geführt. Deutschland setzt sich hier konsequent für einen ganzheitlichen, evidenzbasierten Ansatz ein, der die digitale und analoge Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen konsequent zusammendenkt.
Open-Source-KI und Recheninfrastruktur
Darüber hinaus wurden in weiteren entscheidenden Zukunftsfeldern sehr gute und zukunftsweisende Ergebnisse erzielt, wie zum Beispiel im Umgang mit Open-Source-KI. Hier gilt es, Transparenz zu stärken, irreführende Deklarationen zu vermeiden und so echte Klarheit für Nutzerinnen und Nutzer zu schaffen.
Besonders erfreulich: Das klare Bekenntnis der G7 zur Nachhaltigkeit von KI-Infrastrukturen. Die verabschiedeten Ergebnisse spiegeln zentrale Überlegungen der deutschen Rechenzentrumsstrategie wider und unterstreichen den deutschen Ansatz: Die Steigerung von Effizienz und Resilienz digitaler Infrastrukturen ist keine reine Schutzmaßnahme, sondern eine maßgebliche Chance für technologische Innovation.
Bilaterals
Auch für vier bilaterale Gespräche nahm sich der Digitalminister viel Zeit: So tausche er sich mit dem kanadischen Minister Evan Solomon, mit Direktor Michael Kratsios aus den USA, mit der britischen Ministerin Liz Kendall und der japanischen Ministerin Noriko Horiuchi zu aktuellen Digitalthemen aus.
Über die G7
Die G7 ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs aus sieben Industrieländern: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika. Außerdem ist die Europäische Union (EU) bei allen Treffen vertreten. Bei ihren jährlichen Gipfeltreffen stimmt die G7 gemeinsame Positionen zu internationalen politischen Fragestellungen ab. Die Digitalministerinnen und -minister der G7 tauschen sich regemäßig über die Zukunft der Digitalisierung sowie günstigere Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Anwendung neuer digitaler Technologien aus.