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Großes Interesse am Workshop „Agentische KI-Lösungen für die Verwaltung“ – Startups und Staat im Dialog
Auftaktveranstaltung von BMDS und DigitalService mit Start-ups
Für den offiziellen Auftakt des Agentic AI Hub trafen sich am 26. Januar über 70 Start-up- und Scale-up-Vertreterinnen und Vertreter im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) in Berlin. Der Agentic AI Hub ist ein Projekt von BMDS und DigitalService mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen KI Start-ups und öffentlicher Verwaltung zu verbessern und zu beschleunigen. Dabei versteht sich der Agentic AI Hub als Vermittler zwischen beiden Welten – ein standortübergreifendes Ökosystem, das passgenaue Formate, Austausch und Pilotierungen ermöglicht.
Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im BMDS, begrüßte die Anwesenden und betonte, wie wichtig das Projekt für die Gestaltung eines digitalen Deutschlands sei. Erste Einblicke gab es zudem in zwei Impulsvorträgen von forml und Celonis, die eigene Erfahrungen über die Zusammenarbeit zwischen Start-up und Kommune teilten. Dr. Benjamin Klein (Vergaberechtsexperte) und Björn Stecher (Datenschutzexperte) gaben im Anschluss erste Einblicke darüber, welche Technologien und Unternehmen sich für die Zusammenarbeit eignen würden. Anschließend wurde sich in thematischen Workshops zu organisatorischen und technischen Hürden, Vergaberecht und Datenschutz ausgetauscht.
Nach den Workshops begrüßte Bundesminister Dr. Karsten Wildberger die Teilnehmenden und bedankte sich für das rege Interesse. Er machte deutlich, wie wichtig ihm persönlich das Projekt sei: „Das ist für mich eine ganz wichtige Mission“, betonte er. „Wir haben 20.000 Fachverfahren, die man automatisieren könnte.“
In einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Thomas Jarzombek, Judith Dada (General Partner beim Visionaries Club und Mitglied des Fachbeirats des Agentic AI Hub) und Dr. Uda Bastians (Beigeordnete Recht und Verwaltung, Deutscher Städtetag, Mitglied des Fachbeirats des Agentic AI Hub) und Ralf Junge-Pearl (DigitalService des Bundes) waren sich alle einig, dass Mut und eine schnelle Umsetzung die richtige Motivation für das gemeinschaftliche Projekt sind, um nach einer erfolgreichen Pilotierung auch wirklich zu skalieren.
Mit dem Workshop und einer virtuellen Informationsveranstaltung für Kommunen am 29. Januar startet die Bewerbungsphase für den Agentic AI Hub, an der sich KI-Start-ups und Kommunen beteiligen können. Nach der Prüfung und Auswahl der Einreichungen durch den Fachbeirat erfolgt das Matching der Lösungen mit den formulierten Bedarfen der Kommunen. Die dreimonatige Pilotphase startet Anfang März.
Über den Agentic AI Hub
Mit dem Agentic AI Hub schafft der Bund eine strukturierte Anlaufstelle, um das Innovationspotenzial von KI Start-ups gezielt für die Modernisierung von Staat und Verwaltung nutzbar zu machen.
Das Agentic AI Hub ist die zentrale Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung und KI-Startups. Er ist der virtuelle, standortübergreifende ‚Maschinenraum‘ für Agentic AI:
Hier sollen aufwendige manuelle Verwaltungsprozesse durch Agentische Künstliche Intelligenz vereinfacht werden. Unter Agentischer KI versteht man eine „autonome Software“, die mit minimaler menschlicher Anleitung Ziele verfolgt, mehrstufige Prozesse plant und Aktionen an wechselnde Bedingungen anpasst.
Ziel ist es, administrative Routinen durch diese autonom handelnden Systeme zu übernehmen. So wird die staatliche Handlungsfähigkeit gesichert und Deutschland nachhaltig als souveräner Technologiestandort gestärkt.