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Deutschland und Kanada vertiefen Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz
Gemeinsame Absichtserklärung auf Münchner Sicherheitskonferenz unterzeichnet
Pressemitteilung 08/2026
Deutschland und Kanada setzen ihre enge digitalpolitische Zusammenarbeit fort und unterzeichnen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz eine Gemeinsame Absichtserklärung zu Künstlicher Intelligenz. Die Vereinbarung wurde heute von Bundesminister Dr. Karsten Wildberger und seinem kanadischen Amtskollegen, dem Minister für Künstliche Intelligenz und Digitale Innovation, Evan Solomon, unterzeichnet.
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger:
„Mit der heute unterzeichneten Absichtserklärung gehen wir einen entscheidenden Schritt zur Umsetzung der Deutsch-Kanadischen Digitalallianz. Deutschland und Kanada teilen die Überzeugung, dass verantwortungsvolle KI-Entwicklung und starke digitale Ökosysteme entscheidend für unsere wirtschaftliche Zukunft sind. Ich freue mich, dass wir unsere Zusammenarbeit nun gezielt vertiefen – von KI-Sicherheit über Rechenkapazitäten bis hin zur Unterstützung innovativer Unternehmen.“
Kanadas Minister für Künstliche Intelligenz und Digitale Innovation, Evan Solomon:
„Aufbauend auf der Dynamik unserer gemeinsamen Arbeit im Rahmen der G7 markiert diese gemeinsame Absichtserklärung den nächsten Schritt zur Stärkung der digitalen Allianz zwischen Kanada und Deutschland. In einer Zeit des raschen technologischen Wandels müssen Demokratien eine Vorreiterrolle bei der Förderung sicherer, verantwortungsbewusster KI und widerstandsfähiger digitaler Ökosysteme übernehmen. Durch die Vertiefung unserer Zusammenarbeit, von KI-Sicherheit über Rechenkapazitäten bis hin zu Innovation, schaffen wir Chancen für unsere Bürger, unsere Unternehmen und unsere gemeinsame wirtschaftliche Zukunft.“
Die neue Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der am 8. Dezember 2025 in Montreal gegründeten Deutsch-Kanadischen Digitalallianz. Mit der Allianz hatten beide Länder vereinbart, ihre Zusammenarbeit In zentralen Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz zu vertiefen.
Die Zusammenarbeit umfasst unter anderem:
- Ausbau souveräner digitaler Infrastruktur und Rechenkapazitäten für KI-Ökosysteme in beiden Ländern, einschließlich gemeinsamer Investitionsmöglichkeiten in energieeffiziente Rechenzentren.
- Stärkung von Talenten, Innovation und Wirtschaft durch Austauschprogramme, Industrie-Outreach, B2B-Formate und die Förderung von Start-ups und KMU in beiden Ländern, u. a. im Bereich der Verteidigung.
- Austausch zu KI-Politik, Sicherheit und verantwortungsvoller Nutzung, einschließlich ethischer Prinzipien und internationaler Standards für KI.
- Best-Practice-Austausch zur Beschleunigung der Einführung vertrauenswürdiger KI in Schlüsselbranchen wie Energie, Industrie, Gesundheit, Forschung, Robotik und Verteidigung sowie Zusammenarbeit bei Halbleitern für KI.
Ein besonderes Highlight im Rahmen der Digitalallianz steht in diesem Jahr bevor: Deutschland übernimmt 2026 die Rolle des Gastlandes auf der größten kanadischen KI-Messe ALL IN, die am 16. und 17. September in Montréal stattfindet. Deutschland wird dort mit einem Länderpavillon vertreten sein, auf dem sich innovative KI-Unternehmen präsentieren können. Ziel ist es, die Sichtbarkeit deutscher KI-Expertise zu stärken und neue Partnerschaften zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik zu fördern.