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Ein Jahr BMDS: Vom Start-up zum Möglichmacher

Bundeskanzler Friedrich Merz besucht das BMDS zum Jubiläum

Pressemitteilung 22/2026

Anlässlich des einjährigen Bestehens des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat Bundeskanzler Friedrich Merz heute das Ministerium in seinem neuen Hauptsitz in der Friedrichstraße 108 besucht. Im Mittelpunkt stand die Präsentation der wichtigsten Arbeitsergebnisse und Leuchtturmprojekte durch Bundesminister Dr. Karsten Wildberger und sein Team. Vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses würdigt der Kanzler die Aufbauleistung und den Reformeifer des BMDS im vergangenen Jahr.

Bundeskanzler Friedrich Merz:
„Das BMDS hat in seinem ersten Jahr bewiesen, dass wir den Mut haben, neue Wege zu gehen. Es geht nicht mehr nur um Strategiepapiere, sondern um spürbare Verbesserungen und Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft in unserem Land.“

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger:
„Mein Dank gilt heute vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben in nur einem Jahr ein Haus von Grund auf neu aufgebaut und waren ab Tag eins die Möglichmacher für Veränderungen. Wir haben den Netzausbau beschleunigt, neue Ansätze bei der Digitalisierung des Landes erprobt, KI in Verwaltungsprozess gebracht und die Staatsmodernisierung vorangetrieben. Die Weichen sind gestellt – jetzt geht es darum, bei der Umsetzung unserer Projekte mit genau diesem Tempo und Elan weiterzumachen.“

Die wichtigsten Ergebnisse und Projekte des ersten Jahres

Das BMDS hat seit seiner Gründung im Mai 2025 zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht, um den Staat schneller, digitaler und bürgernäher zu machen:

  • Staatsmodernisierung und Entlastung: Es wurden Reformen mit einem Volumen von 8 Milliarden Euro auf den Weg gebracht (darunter der Bau-Turbo und Reformen des Lieferkettengesetzes), um Verwaltung und Wirtschaft spürbar von Bürokratie zu entlasten.
  • Mehr als 280 Maßnahmen aus der Modernisierungsagenda Bund und der föderalen Modernisierungsagenda befinden sich in Umsetzung. Ziel ist es, Bürokratiekosten für die Wirtschaft in Höhe von 16 Milliarden Euro abzubauen und den Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen, Bürger, Unternehmen und Verwaltung um weitere 10 Milliarden Euro zu reduzieren.
  • Digitale Infrastruktur: Der Telekommunikations-Netzausbau wurde zum überragenden öffentlichen Interesse erklärt, um den flächendeckenden Glasfaserausbau deutlich zu beschleunigen. Parallel fördern wir den Ausbau gezielt dort, wo er sich für die Unternehmen nicht rechnet. 2025 haben wir 386 neue Infrastrukturprojekte bewilligt und rund 1,8 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau investiert, vor allem in ländlichen und strukturschwächeren Regionen.
  • Deutschland-App und EUDI-Wallet: Dem Bundeskanzler wurde heute die Deutschland-App als Prototyp präsentiert. Sie dient künftig als zentrale Basisinfrastruktur für den sicheren, digitalen Zugang zu Verwaltungsleistungen. Parallel wird die EUDI-Wallet für den Roll-out Anfang 2027 vorbereitet. Ihr Wert entsteht im Alltag, etwa um einen Mobilfunkvertrag abzuschließen, ein Bankkonto zu eröffnen oder beim Altersnachweis. Schon heute entwickeln mehr als 100 Unternehmen Anwendungen in unserer Sandbox.
  • Gemeinschaftaufgabe Verwaltungsdigitalisierung: Mehr als 62 Millionen Bürgerinnen und Bürger in gut 2.000 Kommunen können sich bereits heute digital ummelden. Mehr als 2 Millionen Autofahrer nutzen den digitalen Fahrzeugschein auf dem Smartphone.
  • Mit der ersten Nationalen Rechenzentrumsstrategie überhaupt setzen wir einen neuen Maßstab. Sie enthält 28 Maßnahmen in drei Handlungsfeldern. Unser Ziel ist klar: Bis 2030 verdoppeln wir die Kapazität von heute drei auf rund sechs Gigawatt. Für Künstliche Intelligenz vervierfachen wir sie auf 500 Megawatt. Darauf entsteht die souveräne Cloud des Bundes.
  • Einsatz von Künstlicher Intelligenz: Wir bringen KI in den Verwaltungsalltag: mit Projekten wie SPARK (zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren), KIPITZ als zentralem KI-Portal für mehr als 120.000 Bundesbeschäftigte und dem Agentic AI Hub, in dem Kommunen und KI-Start-ups gemeinsam an Produkten arbeiten.
  • Wir denken digital auch international – und handeln gemeinsam mit starken Partnern. Mit Kanada haben wir den Zusammenschluss von Cohere und Aleph Alpha unterstützt. Daraus entsteht ein globaler KI-Champion mit kanadischen Wurzeln und deutsch-kanadischer Zukunft.
  • Der deutsch-französische Souveränitätsgipfel hat gezeigt: Europa kann führen. 18 Partnerschaften und 12 Milliarden Euro Investitionen sind ein starkes Signal dieser Zusammenarbeit.
  • Mit Indien haben wir in Neu-Delhi einen deutsch-indischen KI-Pakt vereinbart. Indische KI- und Softwarekompetenz trifft auf deutschen Mittelstand, Start-ups und Industrie 4.0. Wir bündeln diese Stärken und füllen das Freihandelsabkommen mit Leben.

Unter dem Motto „Viel geliefert. Noch mehr in Arbeit.“ setzt das BMDS seinen Kurs in den kommenden Monaten fort, um die digitale Handlungsfähigkeit weiter zu stärken.

Eine ausführliche Liste aller Projekte finden Sie auf www.bmds.bund.de.

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