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BMDS als Prozessor für den digitalen Staat: Rückblick auf die Smart Country Convention 2026

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger: „Unser Anspruch ist ein Staat, der besser funktioniert, damit unser Land mehr erreichen kann!“

Mit einem Rekord von mehr als 32.000 Teilnehmenden fand die neunte Smart Country Convention (SCCON) vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin statt. Seit der Gründung unseres Ministeriumsim Mai 2025 verbindet uns mit der Smart Country Convention eine enge Partnerschaft, um gemeinsam die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung voranzubringen. So waren wir in diesem Jahr erneut als Schirmherr für die Kongressmesse auf und war mit einem eigenen Messestand und knapp 90 Programmpunkten prominent vertreten. Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger eröffnete die Messe am Dienstag in Berlin mit einer Keynote.

Berlin, 15. Oktober 2026 – Drei Tage, ein Ziel: Den digitalen Staat voranbringen. Die SCCON als führendes Event für den digitalen Staat bot mit mehr als 1.000 Sessions und über 100 Workshops sowie 500 beteiligten Partnern auch dieses Jahr wieder Raum für Wissensaustausch und einen Treffpunkt für alle Akteure, die den digitalen Wandel aktiv vorantreiben. Praktikerinnen und Praktiker aus der öffentlichen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft konnten ihre Ideen, Konzepte und Lösungen für die Zukunft der digitalen Verwaltung und für eine smarte Stadtentwicklung austauschen.

Eigener Messestand und viele Programm-Highlights

Unter dem Motto „Das BMDS. Der PROZESSOR für den digitalen Staat“ zeigten wir auf der SCCON unsere Rolle: Zentrale Digitalthemen bündeln, Akteure vernetzen und aus vielen einzelnen Bausteinen – Daten, Netze, Plattformen, Standards, KI, Sicherheit – ein funktionierendes Gesamtsystem formen. Dafür waren wir mit einem Messestand, der gesamten Hausleitung und vielen Expertinnen und Experten auf der Messe.

Bundesminister Karsten Wildberger eröffnete als Schirmherr die Messe. Weitere Highlights waren unter anderem „Ein Jahr Modernisierungsagenda: Wer spürt den Wandel?“ mit unserem Staatssekretär Dr. Markus Richter, „Bedeutung und Potenziale der Zusammenarbeit zwischen Öffentlichem Sektor und Startups“ mit unserer Parlamentarischen Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragten Gitta Connemann sowie „Digitale Infrastruktur unter Druck: Resilienz und Krisenbewältigung in Zeiten hybrider Bedrohungen“ mit unserem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Jarzombek.

Partnerland war in diesem Jahr Portugal. „Portugal, unser Ehrengastland, zeigt, was entschlossene Reformen bewirken können. Ihr habt echte Fortschritte im Bereich der digitalen Verwaltung erzielt. Ich habe mich selbst von einem dynamischen Start-up-Ökosystem überzeugt und schätze unsere Partnerschaft sowie das persönliche Vertrauen, das wir aufgebaut haben. Wir können viel voneinander lernen.“, sagte der Minister in seine Keynote.

Keynote: Architektur für mehr Tempo mit D-Stack und KI

Minister Wildberger skizzierte konkrete Fortschritte bei der technischen Basis: Der Deutschland-Stack bilde das Fundament – mit einheitlichen Standards, offenen Schnittstellen, souveräner Cloud, Registervernetzung und Open Source. „Wir bauen den Deutschland-Stack auf: eine gemeinsame, souveräne digitale Infrastruktur, auf deren Grundlage Verwaltungen, das föderale System, die Bundesländer, aber auch Kommunen und Unternehmen hervorragende Dienste entwickeln können“, betonte er. Zum Once-Only-Prinzip führte er aus: „Ihre Zeit ist zu wertvoll, um Informationen von einer Behörde zur nächsten zu tragen!“

Ein neues Digitalcenter solle die zentralen IT-Einheiten steuern, um den Stack in die Fläche zu den rund 11.000 Kommunen zu bringen. Auch die Beschaffung werde mit dem Marktplatz Deutschland beschleunigt. Für Gründer gehe es mit „G24“ seit August 2026 in zehn Städten voran. KI entlaste mit dem Agentic AI Hub und SPARK die Verwaltungsarbeit deutlich. Und ein direktes Angebot sei wieder gestartet: der PIN-Rücksetz-Dienst für den Online-Ausweis.

Mit Blick auf Europa hob er hervor: Die Deutschland-App werde der zentrale Einstieg, zudem starte das Wallet-Ökosystem „d-you“ im Januar 2027 mit rund 40 Anwendungen. „Digitale Identität muss in Lissabon genauso funktionieren wie in Leipzig“, so Wildberger mit Verweis auf die Portugal-Kooperation. Abschließend rief er zur Beteiligung auf: „Eine Wallet ist nur so nützlich wie die Orte, an denen sie akzeptiert wird. Deshalb lade ich weitere Unternehmen und Behörden ein, sich uns anzuschließen und sie in den Alltag zu integrieren.“

Partnerland Portugal

Der portugiesische Minister für Staatsreform, Dr. Gonçalo Saraiva Matias, hob in seiner Eröffnungsrede die gemeinsame Verantwortung hervor: „Unsere Staaten und Verwaltungen wurden nicht für das digitale Zeitalter konzipiert, aber es liegt in unserer Verantwortung, diesen Wandel zu gestalten.“ Portugal zeige mit seiner „Simplex“-Reform, wie entschlossenes Handeln Bürokratie abbaue und digitale Services verbessere – ein direkter Austausch, den das BMDS intensiv nutze.

Rundgang und Programm: Knapp 90 Formate für den direkten Austausch

Der offizielle Eröffnungsrundgang führte die Delegation um Minister Wildberger, Minister Matias, Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst und Messe-Berlin-CEO Dr. Mario Tobias zunächst zu zentralen Akteuren der Privatwirtschaft. Stationen waren die Stände der Deutschen Telekom, Schwarz Digits, SAP sowie Bechtle. Auch die öffentlichen Partner standen mit dem Besuch bei ZenDis, bei FITKO und IT-Planungsrat sowie Partnerland Portugal auf dem Programm, bevor der Rundgang am BMDS-Messestand endete.

Dieser bot eine dichte Bandbreite an Themen: Stationen zu EUDI-Wallet, Deutschland-App, Deutschland-Stack, Schneller Gründen, Agentischer KI, Cybersicherheit, Netzausbau, IT-Einkauf sowie Bundesclient und openDesk waren am Stand mit Expertinnen und Experten vertreten. Und auch das mobile Bürgeramt Steglitz-Zehlendorf war wieder mit dabei.

Insgesamt war die Messe ein voller Erfolg: „Unser Anspruch ist ein Staat, der besser funktioniert, damit unser Land mehr erreichen kann. Genau deshalb sind wir stolz, Partner und Schirmherr dieser großartigen Veranstaltung zu sein“, fasste Minister Wildberger den Auftrag der drei Tage zusammen.

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