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Halbjahresbilanz Rechenzentrumsstrategie: „Wir setzen den Fahrplan zügig um“

25 von 28 Maßnahmen nach 6 Monaten gestartet – vier bereits abgeschlossen

Pressemitteilung 57/2026

Am 18. März 2026 hat die Bundesregierung die Nationale Rechenzentrumsstrategie beschlossen. Sie bündelt 28 Maßnahmen in den Handlungsfeldern Energie und Nachhaltigkeit, Standort und Fläche sowie Technologie und Souveränität. 

Ziel ist es, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens zu verdoppeln. Die Kapazitäten für Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen sollen dabei mindestens vervierfacht werden. Sechs Monate nach dem Beschluss sind 25 der 28 Maßnahmen gestartet. Vier Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. Fünf weitere befinden sich im parlamentarischen Verfahren.

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger:
„Wir haben geliefert, was unser Land braucht: einen klaren Fahrplan für den Rechenzentrumsstandort Deutschland. Nach sechs Monaten zeigt sich, dass wir diesen gemeinsam zügig umsetzen. Ob die Gesetzesvorschläge für praxistaugliche Energieeffizienzvorgaben, Vorteile für Standortkommunen bei der Gewerbesteuer, die neue KI-Cloud der Bundesverwaltung oder anders mehr – wir liefern. Die aktuellen Investitionsankündigungen der Branche bestätigen: Wir sind auf dem richtigen Weg, Deutschland dauerhaft als einen weltweit führenden Standort zu etablieren.“ 

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: 
„Deutschland ist schon heute der wichtigste Standort für Rechenzentren in Europa. Gleichzeitig sehen wir: Andere Länder bauen ihre Rechenkapazitäten deutlich schneller aus – und genau diese Kapazitäten sind für moderne KI- und Cloudanwendungen unerlässlich. Mit unserer Rechenzentrumsstrategie stellen wir deshalb die Weichen, damit Deutschland Schritt hält. Denn ausreichende eigene Rechenleistung ist eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum im digitalen Zeitalter.“

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: 
„Wir wollen mehr Rechenzentren in Deutschland. So werden wir unabhängiger von internationalen Tech-Konzernen und stärken die digitale Souveränität und Infrastruktur in Deutschland. Ein Baustein dafür ist, dass wir es für Kommunen attraktiver machen, Rechenzentren dort anzusiedeln. Dafür ändern wir die Verteilung der Gewerbesteuer und berücksichtigen, wie Rechenzentren die Infrastruktur vor Ort in Anspruch nehmen. So erhalten Kommunen einen fairen Anteil am Gewerbesteueraufkommen und einen stärkeren Anreiz für die Ansiedlung von Rechenzentren."

Bundesforschungsminister Dorothee Bär: 
„Rechenzentren sind die Fabriken der digitalen Welt und genau deshalb elementar für den Technologiestandort Deutschland. Gemeinsam setzt die Bundesregierung daher die Nationale Rechenzentrumsstrategie zügig um. Wir haben das klare Ziel, eine AI Gigafactory nach Deutschland zu holen. Als Ankerkunde wollen wir den Aufbau einer solchen AI Gigafactory massiv unterstützen. Im Sinne der Hightech Agenda Deutschland bündeln wir gemeinsam die Kräfte für KI-basierte Wertschöpfung ‚Made in Germany‘.“

Zu den bereits erfolgreich abgeschlossenen Maßnahmen gehört die Bereitstellung einer souveränen KI-Cloud, die für die Bundesverwaltung abrufbar ist. Der zügige Ausbau der Infrastruktur wird zudem durch massive Investitionen des Bundes flankiert: Für europäische Leuchtturmprojekte (IPCEI) im Bereich Cloud, KI und Dateninfrastruktur stehen rund drei Milliarden Euro bereit. Weitere 30,7 Millionen Euro fließen bis 2030 in neue KI-Rechenkapazitäten für das Nationale Hochleistungsrechnen.

Ebenso umgesetzt ist die Fortführung von Staatszuschüssen zur Senkung der EEG-Kosten, die auch Rechenzentren zugutekommen. Um die Ansiedlung auch für Kommunen attraktiver zu machen, wurde die Einführung eines neuen Zerlegungsmaßstabes für die Gewerbesteuer auf den Weg gebracht. Dadurch können künftig Standortgemeinden finanziell profitieren.  

Das vollständige Zwischenmonitoring mit einer kurzen Statusbeschreibung zu allen 28 Maßnahmen finden Sie auf 

bmds.bund.de/rechenzentren-monitoring
 

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