Lineare Mobilfunkversorgungsinfrastruktur entlang von Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken
Internationale Kurzstudie des BMDS

Die internationale Kurzstudie „Lineare Mobilfunkversorgungsinfrastruktur entlang von Hochgeschwindigkeits Bahnstrecken“ des BMDS zeigt anhand internationaler Fallbeispiele, unterschiedliche Lösungsansätze zur Optimierung der Mobilfunkversorgung im Schienenverkehr auf. In Ländern wie der Schweiz, Japan, China, Spanien und Österreich werden unterschiedliche Konzepte – von Antennenkorridoren über eigens für 5 G geschaffene Infrastrukturen bis hin zu kooperativen Sharing Modellen – erprobt, um auch bei hohen Zuggeschwindigkeiten eine leistungsfähige Konnektivität sicherzustellen. Die im Auftrag des BMDS von der aconium GmbH durchgeführte Untersuchung setzt auf den aktuellen und erwarteten Anforderungen an die Mobilfunkversorgung im Schienenverkehr auf und vergleicht internationale Lösungsansätze hierzu. Neben Ansätzen zur Verdichtung der Mobilfunknetze in Gleisnähe gehören auch Maßnahmen zur Verringerung der exogenen Signaldämpfungen beim Signaltransport in und aus den Schienenfahrzeugen. Hierzu gehört etwa ein spanisches Pilotprojekt, bei dem der Eisenbahninfrastrukturbetreiber Adif als Neutral Host für den Mobilfunk fungiert, sowie das Schweizer Projekt KBK zwischen Bern und Thun, das ein Sharing der Basisinfrastruktur der Eisenbahninfrastruktur anstrebt. Kosten, Platzbedarfe und nur beschränkt verfügbare mitnutzbare Bahninfrastruktur lassen Mobilfunknetzbetreiber im Bahnumfeld von wettbewerblich getrennten Ausbaustrategien abweichen und mit der Deutschen Bahn kooperieren. Die Einführung eines Multi Operator Core Network (MOCN) wird als technologische Lösung vorgeschlagen, um durch Frequenz Pooling die Kapazitäten effizient zu bündeln. Neben der Kapazitätssteigerung ermöglicht das aktive Infrastruktur Sharing eine erhebliche Reduktion von Investitions und Betriebskosten sowie eine Senkung des Energieverbrauchs.