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Sounding Board-Prozess 5. TransformationsWerkstatt vom 9. September 2026

Handlungsfeld IV „Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Führungspositionen“

Der Fokus der Werkstatt lag im Besonderen auf zwei Themen:

  • Gleichstellung in der Behördenkultur stärken
  • Vereinbarkeitsfreundliche Rahmenbedingungen ausbauen (Familien- und Pflegeverantwortung)

Folgende Leitfragen wurden in der fünften TransformationsWerkstatt diskutiert:

  1. Was wünscht Ihr Euch konkret von Eurer Dienststelle, um die Vereinbarkeit zu verbessern?
  2. Wie kommen wir zu einer gleichstellungsorientierten Behördenkultur?

Frage 1: Was wünscht Ihr Euch konkret von Eurer Dienststelle, um die Vereinbarkeit zu verbessern?

Kontext

Die Modernisierungsagenda Bund definiert im Handlungsfeld IV Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Der Bund gewährleistet damit als Arbeitgeber erforderliche gleichstellungsrelevante Rahmenbedingungen für eine attraktive und moderne Verwaltung.

Hintergrund ist einerseits, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Steigerung des Frauenanteils an Führungspositionen nur erreicht werden können, wenn die Rahmenbedingungen für diejenigen stimmen, die die Care-Arbeit übernehmen. Dies sind derzeit noch überwiegend Frauen. Andererseits profitieren von vereinbarkeitsfreundlichen Rahmenbedingungen alle Beschäftigten. Das fördert zugleich die gleichberechtigte Übernahme von Care-Arbeit durch Männer und stärkt damit gelebte Gleichstellung.

Ausgangspunkt der Diskussion war daher, welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen beitragen können. Dieser Frage haben wir uns in der Debatte aus der Perspektive der Führungskräfte und der Mitarbeitenden genähert.

Zusammenfassung

Die Werkstattbeiträge zeigen: Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ist mehr als ein individuelles Thema. Es muss vielmehr als Führungs-, Organisations- und Kulturthema verstanden werden.

Teilnehmende nannten hier Wünsche wie mehr Flexibilität, stärkerer Vereinbarkeitskultur und verlässliche Unterstützung durch Führungskräfte und die Organisation.

Zentrale Lücken und Hindernisse werden darin gesehen, dass Vereinbarkeit im Arbeitsalltag noch nicht selbstverständlich sei bzw. als nachrangiges Thema wahrgenommen werde. Es bestehen Unsicherheiten und Hemmnisse beim Umgang mit Teilzeit, Pflege, Elternzeit und anderen Vereinbarkeitsanforderungen. Hinderlich sind präsenzorientierte Arbeitsweisen, die flexible Lösungen erschweren. Teilzeit wird teilweise nicht konsequent als echte Teilzeit gelebt. Arbeitsumfang und Erwartungen passen nicht immer zusammen. Es fehlt auch Transparenz darüber, welche Möglichkeiten, Regelungen und Ansprechstellen für Vereinbarkeit bestehen. Insbesondere bei personellen Engpässen und Stellenbesetzungen werden Vereinbarkeitslösungen als schwierig erlebt.

Aus Sicht der Führungskräfte sei es wichtig, dass die Dienststellenleitung eine Kultur schafft, in der Vereinbarkeitsthemen selbstverständlich angesprochen werden können und in der Vereinbarkeit unabhängig von Hierarchie und Funktion ermöglicht wird. Eine strategische Personalplanung der Dienststelle, die die spezifischen Anforderungen der einzelnen Arbeitseinheiten berücksichtigt und Führungskräfte bei Bedarf bei Fragen der Personalplanung enger begleitet, sei aus Sicht von Führungskräften förderlich. Auch die individuellen Lebenssituationen der Beschäftigten müssten stärker berücksichtigt werden. Führungskräfte haben dabei eine Vorbildfunktion und sollten daher als (auch männliche) Vorbilder sichtbar Vereinbarkeit selbst vorleben. Teilzeit und andere flexible Arbeitsmodelle sollten auch von Führungskräften als normaler Bestandteil der Arbeitsorganisation verstanden werden.

Aus Sicht der Mitarbeitenden sei wichtig, dass Männer und Väter selbstverständlich Elternzeit und andere Vereinbarkeitsangebote nutzen können, ohne dass dies als mangelndes Engagement wahrgenommen wird. Führungskräfte unterstützen Mitarbeitende dabei und nehmen zugleich eine wichtige Vorbildfunktion ein. Karriere, berufliche Entwicklung und Weiterbildung sollen ohne Weiteres auch in Teilzeit möglich sein. Pflegeverantwortung sei selbstverständlich zu berücksichtigen. Beschäftigte brauchen bei Vereinbarkeitsfragen verlässliche Ansprechpersonen sowie konkrete Unterstützung, denn transparente Informationen und klare Ansprechpersonen könnten viele Unsicherheiten reduzieren. Mobile Arbeit und flexible Arbeitszeiten seien noch stärker nach tatsächlichen Aufgaben und Bedürfnissen zu gestalten.

Die Handlungsempfehlungen

  • Führungskräfte
    • Führungskräfte haben eine Schlüsselrolle, sie sollen Vereinbarkeit sichtbar vorleben und sich als Vorbilder für Vereinbarkeit positionieren.
    • Führung in Teilzeit bzw. Führung in Teilzeit bzw. im Tandem und/oder als Doppelspitze soll ermöglicht und organisatorisch unterstützt werden.
    • Führungskräfte sollen informiert und geschult werden.
  • Arbeitszeit und Arbeitsorganisation
    • Teilzeit konsequent als tatsächliche Teilzeit ausgestalten.
    • Teilzeit darf nicht als Karriere- oder Leistungshindernis wahrgenommen werden.
    • Fortbildungen und Entwicklungsprogramme für Teilzeitbeschäftigte zugänglicher machen.
    • Arbeitszeitmodelle stärker an individuellen und familiären Situationen ausrichten.
    • Präsenzanforderungen flexibler gestalten, so profitieren Beschäftigte oft, wenn Präsenzanforderungen nicht ausschließlich wochenweise Anwendung finden.
    • Möglichkeiten für flexible bzw. mobile Arbeit ausbauen.
    • Digitale Teilnahme an Besprechungen und Terminen ermöglichen.
    • Funktions- und Kernzeiten sowie Termine so gestalten, dass unterschiedliche Arbeitszeitmodelle berücksichtigt werden können.
    • Berufliche Entwicklung der Beschäftigten auch bei Teilzeit ermöglichen.
  • Personal und Stellenhaushalt
    • Freie Stellenanteile, soweit möglich, für flexible Lösungen nutzen.
    • Unterstützung bei besonderen Vereinbarkeitsfällen durch Personal- bzw. Organisationsbereiche sicherstellen.
    • Bei längeren Abwesenheiten wegen Vereinbarkeit geeignete Vertretungs- und Flexibilitätslösungen einsetzen.
    • Arbeitszeit- und Stellenplanung so ausrichten, dass Vereinbarkeit nicht an personellen Engpässen scheitert.
    • Informationen zu Vereinbarkeitsmöglichkeiten an einer zentralen Stelle bündeln.
    • Transparenz über Rahmenbedingungen, Zuständigkeiten und vorhandene Angebote schaffen.
    • Klare Ansprechpersonen für Fragen zu Vereinbarkeit benennen.
    • Unterstützungsangebote, z. B. Pflegelotsinnen und Pflegelotsen in den Dienststellen, bekannter machen bzw. ausbauen.
  • Ressourcenbündelung
    • Vorhandene Regelungen und Angebote zur Vereinbarkeit übersichtlich zusammentragen.
    • Zentrale Informations- und Anlaufstelle in den Dienststellen definieren und schulen.
    • Führungskräfte zu Vereinbarkeit, Teilzeitführung und flexibler Arbeitsorganisation sensibilisieren bzw. qualifizieren.
  • Beschäftigtenbefragungen
    • o Erfahrungen von Beschäftigten mit unterschiedlichen Arbeitszeit- und Vereinbarkeitsmodellen systematisch auswerten.
    • Erfolg daran messen, ob Vereinbarkeit im Alltag spürbar leichter und selbstverständlicher wird.

Perspektive Handlungsfeld IV: Einordnung und Ausblick

  • Die Diskussionen in den Arbeitsgruppen haben gezeigt, dass trotz guter gesetzlicher Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf im öffentlichen Dienst in der Praxis vielfach reale Hindernisse bestehen. Vereinbarkeit gelingt besser, wenn die Inanspruchnahme von Vereinbarkeitsmaßnahmen nicht nur als individuelles Thema einzelner Beschäftigter, sondern als strukturelle Herausforderung der Dienststelle erkannt wird. Nachteile, die Betroffene im Alltag erleben, sollen systematisch angegangen werden. Hierzu sind informierte und vernetzte Anlaufstellen geeignet. Die Dienststelle, vor allem die Dienststellenleitung und Führungskräfte, müssen die Inanspruchnahme von Vereinbarkeitsmaßnahmen als Selbstverständlichkeit adressieren und dabei Rollenklischees und Vorurteile (etwa durch positive Rollenvorbilder und Best-Practices auch für Männer) zielgruppengerecht aufgreifen.
  • Für die weitere Umsetzung der Anlaufstellen wird ein einheitliches und effizientes Vorgehen im Ressortkreis angestrebt. Dafür soll im nächsten Schritt ein Konzept der dienstlichen, vernetzten Anlaufstellen in Abgrenzung zu bereits vorhandenen Beratungsstellen entwickelt werden. Absehbare Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe sollen hierzu herausgearbeitet werden.
  • Die vorhandenen Informationen zu allen Themen rund um Familie und Pflege sollen so zusammengestellt werden, dass Beschäftigte bei der Inanspruchnahme der Vereinbarkeitsmaßnahmen zielgerichtet und effizient unterstützt werden. Die systematische und einfache Zugänglichkeit von Informationen zur Vereinbarkeit soll im weiteren Verlauf insbesondere für die Anlaufstellen organisiert werden. Erforderliche Schulungsbedarfe sind dabei mitzudenken. Die Einbindung digital gestützter bzw. KI-gesteuerter Informationsaufbereitung soll geprüft werden.

Frage 2: Wie kommen wir zu einer gleichstellungsorientierten Behördenkultur?

Kontext

Die Modernisierungsagenda Bund bestätigt die Einsicht, dass moderne Verwaltung gleichstellungsorientiert ist. Die Stärkung einer gleichstellungsorientierten Behördenkultur wird daher im Handlungsfeld adressiert.

Hierbei werden insbesondere der Stellenwert von Information und Schulung sowie die wichtige Rolle der Gleichstellungsbeauftragten hervorgehoben.

In der Werkstatt wollten wir vertieft herausarbeiten, was eine gleichstellungsorientierte Behördenkultur konkret ausmacht und was konkret zu tun ist, damit Gleichstellung zum selbstverständlichen Bestandteil des Verwaltungshandelns wird.

Der Frage, was sich spürbar ändern soll, haben wir uns in der Transformationswerkstatt aus der Perspektive der Führungskräfte und der Mitarbeitenden genähert.

Zusammenfassung

Die Werkstattbeiträge machten deutlich: Eine gleichstellungsorientierte Behördenkultur entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch die Verbindung von Führungskultur, strukturellen Rahmenbedingungen, Personalplanung, Sensibilisierung und konkreter Unterstützung im Arbeitsalltag.

Zentrale Lücken und Hindernisse sahen die Teilnehmenden darin, dass Gleichstellung noch nicht überall als relevanter Mehrwert verstanden wird. Es fehle teilweise an Problembewusstsein und an einem gemeinsamen Verständnis dafür, was Gleichstellung praktisch bedeutet. Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf stehe weiterhin im Spannungsverhältnis zur Präsenzkultur und Arbeitsverdichtung. Teilzeit, Elternzeit sowie Pflegezeit seien teilweise mit Nachteilen verbunden. Dem Gefühl einer „Nicht-Betroffenheit“ im Hinblick auf Vereinbarkeitsthemen bei Männern müsse entgegengewirkt werden. Schulungs- und Sensibilisierungsangebote müssten stärker zielgruppengerecht ausgestaltet und eingesetzt werden.

Führungskultur wird als wesentliche Leitplanke für die tatsächliche Umsetzung gesehen. Daher ist bei Führungskräften anzusetzen; folgende Punkte wurden dabei betont:

  • Von Führungskräften sollten Vereinbarkeit und Gleichstellung als wichtig angesehen und entsprechend behandelt werden.
  • Führungskräfte sollen Gleichstellung als Teil ihrer Führungsverantwortung verstehen. Diverse Teams und unterschiedliche Lebenssituationen sollen von Führungskräften selbstverständlich berücksichtigt und selbst bewusster vorgelebt werden.
  • Teilzeitarbeit soll nicht als Nachteil für die Organisation und das Team betrachtet werden.
  • Die Personalplanung soll strategischer ausgerichtet sein und Führungskräfte, sofern sie wollen, mehr Unterstützung seitens der Dienststelle bei personalorganisatorischen Fragen erhalten. Fragen der Gleichstellung und Vereinbarkeit sollten von der Dienststelle von Anfang an berücksichtigt und mit den Führungskräften besprochen werden.

Aus Perspektive der Mitarbeitenden wurden folgende Punkte herausgearbeitet:

  • Gleichstellung soll in der Behörden-DNA verankert werden, so könnte bspw. Gleichstellungsorientierung als Merkmal in die Beurteilungskriterien für Führungskräfte aufgenommen werden.
  • Gleichstellung profitiert aus Sicht der Teilnehmenden von einer agilen Behördenkultur mit agilen Arbeitsprozessen und -strukturen.
  • Gleiche Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten müssen als selbstverständlich erlebt werden.
  • Care-Arbeit soll sichtbarer werden und nicht zu beruflichen Nachteilen führen.
  • Mitarbeitende müssen sich von ihren Führungskräften gesehen und unterstützt fühlen.

Die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten soll bekannter werden und ihre Arbeit akzeptiert und wertgeschätzt werden. Die frühzeitige und umfassende Beteiligung muss in allen Angelegenheiten entsprechend der gesetzlichen Vorgaben gewährleistet werden. Ihre Expertise im Dienststellenalltag zu nutzen und zu kommunizieren, wird die Behördenkultur bereichern.

Die Handlungsempfehlungen

  • Klares Bekenntnis zur Gleichstellung
    • Dienststellenleitung betont Gleichstellung als Behördenziel.
    • Führungskräfte als sichtbare Vorbilder gewinnen.
    • Gleichstellung ins Leitbild der Dienststelle integrieren und durchgängig mitdenken und umsetzen.
    • Klare Haltung gegenüber diskriminierenden oder abwertenden Sprüchen und Verhaltensweisen.
    • Gleichstellung als Führungsaufgabe und als Bestandteil von Beurteilungskriterien bzw. Kennzahlen verankern.
    • Präsenzanforderungen stärker auf tatsächliche Aufgaben statt auf starre Zeitvorgaben ausrichten.
  • Verbindliche Qualifizierung für Führungskräfte und Personalverwaltung
    • Schulungen und Fortbildungen insbesondere für Führungskräfte ausbauen.
    • Gleichstellung als Querschnittsthema in Führungskräftequalifizierungen und anderen relevanten Formaten verankern.
    • Mehr Bewusstsein für den Nutzen und die praktische Bedeutung von Gleichstellung schaffen und Erfolge kommunizieren.
    • Schulung und Informationen zu Gleichstellung und zum Bundesgleichstellungsgesetz (bspw. Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten) auch für die Verwaltung sicherstellen.
    • Konkrete Beispiele und Best Practices und Vorbilder (Sichtbarkeit von Frauen und Männer) zur Verfügung stellen.
    • Rahmenbedingungen für Teilzeitführung, Tandemmodelle und weitere flexible Führungsformen für Führungskräfte ausbauen und unterstützen.
  • Personalplanung und Strukturen
    • Gleichstellungsorientierte Personalplanung stärken.
    • Ausreichende Ressourcen und Stellenanteile für Teilzeit sicherstellen.
    • Führungsmodelle wie Tandemführung oder Führung in Teilzeit ermöglichen.
    • Gleichstellung in Beurteilungs- und Personalprozessen berücksichtigen Engagement für Gleichstellungsarbeit angemessen anerkennen.
  • Netzwerke und niedrigschwellige Unterstützungsangebote
    • Netzwerke bspw. für Mütter, Väter, Alleinerziehende und Menschen mit Pflegeverantwortung stärken bzw. aufbauen.
    • Formate entwickeln, die insbesondere Männer für Gleichstellung und Vereinbarkeit erreichen.
    • Intersektionale Perspektiven und Formate berücksichtigen.
  • Beschäftigtenbefragungen
    • Regelmäßig soll die Dienststelle überprüfen, ob Beschäftigte gleiche Chancen tatsächlich erleben – insbesondere im Hinblick auf Aufstieg, Beurteilung, Care-Arbeit und Teilzeit und welche konkreten Maßnahmen seitens der Führungskräfte und Mitarbeitenden von der Dienststelle gewünscht werden.

Perspektive Handlungsfeld IV: Einordnung und Ausblick

  • Die Ergebnisse bestätigen den Ansatz der Modernisierungsagenda Bund, das Thema Gleichstellung in der Behördenkultur als elementares Bestandteil moderner Verwaltung und als wichtigen Teil der Personalentwicklung zu adressieren. Zwar gibt der gesetzliche Rahmen bereits die Querschnitts- und Daueraufgabe der Gleichstellung vor. Dies wird innerhalb der Behördenhierarchie jedoch noch nicht als eigener und wichtiger Wert angesehen und kommuniziert.
  • Das Handlungsfeld wird durch Informationen und Schulungen mehr Aufmerksamkeit in den Dienststellen erlangen.
  • Regelmäßiger, auch ressortübergreifender Austausch zur gelebten Gleichstellungskultur führt zu mehr Sichtbarkeit und mehr Verständnis für das Thema. Gesellschaftlich verankerte Rollen- und Geschlechterklischees sind immer aufs Neue zu hinterfragen.
  • • Für die weitere Umsetzung ist der Alltag in den Dienststellen elementar. Der Stand und die Rahmenbedingungen der Gleichstellung müssen dienststellenbezogen unter Einbindung der Gleichstellungsbeauftragten regelmäßig thematisiert werden und die Dienststellenleitung und Führungskräfte sich positiv zur Gleichstellung bekennen. Konsequente Prävention gegen Sexismus und Gewalt in der Dienststelle und auf dem Arbeitsweg und eine zielorientierte Unterstützung tragen zur diskriminierungsfreien Behördenkultur bei. Dies fängt bei klarer Haltung gegen Mikrosexismus und abwertenden Sprüchen an. Kommunikationsanlässe müssen gezielt geschaffen und genutzt werden. Zum Erfolg trägt bei, Verbündete und Netzwerke aktiv einzubeziehen. Beschäftigte und Führungskräfte regelmäßig nach Lücken und Wünschen in den Dienststellen zu befragen, wird die Gleichstellung als Mehrwert sichtbarer machen. Dies mit den Gleichstellungsplänen der Dienststellen zu verzahnen, wird im Handlungsleitfaden zur Erstellung von Gleichstellungsplänen thematisiert, der von BMBFSFJ derzeit erarbeitet wird.
  • Zentral sollen die Schulungs- und Informationsangebote in den Dienststellen (für Verwaltung, Führungskräfte und Beschäftigte) bedarfsorientiert weiterentwickelt werden. Informationen zu Vorbildern und best-Practice (u.a. Männer) machen Gleichstellung sichtbar. Das BMBFSFJ wird sein Webseitenangebot hierzu weiterentwickeln.
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